Seite 26 - Majestic-Buch_EN-2013

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Zunächst der historische Zug: Die insgesamt 8 Waggons ­hatten
3 oder 4 Achsen, sämtliche Wagen hatten Spindel, Druckluft und
Vakuumbremsen. Die Untergestelle waren aus Eisen konstruiert,
hatten freie Lenkachsen und die Stoßvorrichtungen bestanden aus
Korbpuffern. Alle Räderpaare hatten schmiede­eiserne Radsterne
mit Doppelspeichen und ebensolchen Naben, und sämtliche Wagen
konnten einen Kurvenradius von 150 Metern durchfahren.
Die Wagenquerschnitte waren so angelegt, dass der Kaiserzug
auf allen normalen europäischen Bahngleisen fahren konnte. Der
Übergang zwischen den Waggons war mit Faltenbälgen ausgestattet
und das Einsteigen wurde durch drei oder vier Stufen erleichtert. Das
Kastengerippe bestand aus Eichenholz, die Wände waren aus doppelter
Holzverschalung und mit imprägnierten Papierabfällen gegen Schall
und Kälte isoliert. Die Böden waren dreifach verschalt und mit Kork
belegt, das Dach war zwar ebenfalls aus Holz, aber mit Eisen- und
Kupferblech gedeckt. Bleiplatten und dicke Filzteppiche hielten Kälte
und Stöße ab und die Fenster waren doppelt verglast. Vorhänge oder
Jalousien konnten gegen Licht oder neugierige Blicke geschlossen
werden, die Beheizung erfolgte über Dampf und durch Lüfterklappen
kam Frischluft und Kühlung in die Wagen. Die Innenausstattung
schließlich war von der schon erwähnten eleganten Pracht, dass
man die viele trockene Technik die dahinter steckte leicht vergessen
konnte. Denn obwohl alles an diesem Zug auf dem neuesten Stand
der damaligen Technik war, so galt es doch neben der technischen
Raffinesse genauso perfekt und mit erlesener Eleganz, der höchsten
Bequemlichkeit und der aristokratischen Repräsentation zu dienen.
Die Technik
im Vergleich
T r a i n d e L u x e
M A J E S T I C
I M P E R A T O R
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